
Violinist and violist Semion Gurevich is regarded as one of the notable representatives of historical performance practice in his generation. His playing combines technical precision with a lively, expressive sound, spontaneity, and a deep understanding of style and expression—from early Baroque music to late Romanticism.
Internationale Anerkennung erlangte er durch zahlreiche Auszeichnungen, darunter beim Internationalen Händel-Wettbewerb in Göttingen, beim Biagio-Marini-Wettbewerb in Neuburg sowie beim H. I. F.-Biber-Wettbewerb. Frühere Preise beim Henryk-Wieniawski-Wettbewerb sowie beim David-Oistrach- und Schostakowitsch-Wettbewerb belegen seinen vielseitigen musikalischen Hintergrund.
Er ist als Solist, Konzertmeister und Kammermusiker auf europäischen Bühnen tätig. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Leitung verschiedener Ensembles (u. a. Boulevard Baroque, Orchester für Alte Musik Vorpommern und Cappella Memoria) und arbeitet regelmäßig mit führenden Formationen wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Il Pomo d’Oro, Gli Incogniti und der Lautten Compagney zusammen.
Als Kammermusiker tritt er aktiv mit von ihm gegründeten Ensembles für Alte Musik auf – Ensemble Paradigma, Duo Agion und The Late Train – und arbeitete u. a. mit Giovanni Antonini, Amandine Beyer, Xenia Löffler, Anna Fusek, Hanna Herfurtner, Gerd Amelung, Sol Gabetta und Anastasia Kobekina zusammen.
Er wirkte an zahlreichen CD-Produktionen mit, darunter Einspielungen mit der Akademie für Alte Musik Berlin bei Harmonia Mundi.
Nach dem Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (Prof. U. Wallin) spezialisierte er sich auf historische Aufführungspraxis an der Universität der Künste Berlin (Prof. I. Huntgeburth) sowie an der Schola Cantorum Basiliensis (Prof. L. Schayegh). Wichtige künstlerische Impulse erhielt er von Rachel Podger, Amandine Beyer und Martyna Pastuszka sowie von Tabea Zimmermann, Maxim Vengerov, Gidon Kremer und Mstislaw Rostropowitsch.